Projektteam:
Untersuchungen zur Integration verbaler und piktorialer Informationen im Arbeitsgedächtnis
Arbeitsgruppe Wissenserwerb mit Multimedia
Laufzeit
September 2011 - offen
Förderung
Haushaltsmittel IWM
Projektbeschreibung
In diesem Promotionsprojekt wird untersucht, ob Texte und Bilder miteinander integriert werden. Die theoretische Grundlage bildet der von Mayer (2009) postulierte Integrationsprozess, der beim aktiven multimedialen Lernen eine zentrale Rolle spielt und maßgeblich für den Lernerfolg verantwortlich sein soll. In Anlehnung an ein Paradigma von Gentner und Loftus (1979) werden den Lernenden allgemeine und spezifische Bilder (vgl. Abbildung) kombiniert mit allgemeinen und spezifischen Sätzen dargeboten. Beispielsweise wird das Bild eines Turms (allgemein) oder eines Leuchtturms (spezifisch) zusammen mit dem Satz „Auf der kleinen Insel steht nur ein Turm“ (allgemein) oder „Auf der kleinen Insel steht nur ein Leuchtturm“ (spezifisch) dargeboten.

Allgemeines Bild (links) zeigt einen Turm und spezifisches Bild (rechts) zeigt einen Leuchtturm.
Findet die postulierte Text-Bild-Integration statt, sollte der Lernende die spezifische Bildinformation mit der allgemeinen Satzinformation integrieren (und vice versa). Deshalb sollte das resultierende integrierte Modell die spezifische Information enthalten. Wird dem Lernenden beispielsweise das Bild des Leuchtturms zusammen mit dem Satz „Auf der kleinen Insel steht nur ein Turm“ dargeboten, sollte im resultierenden Modell der Leuchtturm repräsentiert sein und der Lerner sollte fälschlicherweise den spezifischen Satz („Auf der kleinen Insel steht nur ein Leuchtturm“) wiedererkennen. Erste Studien belegen die Existenz des Integrationsprozesses. In weiteren Studien sollen nun die Beschaffenheit des resultierenden integrierten Modells sowie Möglichkeiten zur Unterstützung des Integrationsprozesses untersucht werden.